Kohle und das Klima

Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Braunkohle gefördert und verbrannt wie in Deutschland. Unzählige Dörfer und Landschaft in der Größenordnung von 245.000 Fußballfeldern wurden bis heute durch die Braunkohlekonzerne weggebaggert. Weil insbesondere Braunkohlekraftwerke ungedrosselt rund um die Uhr laufen, sind die deutschen CO2-Emissionen seit 2009 nicht mehr gesunken.

Die hiesigen Klimaziele und die Ziele des Pariser Klimaabkommens sind so nicht erreichbar. Und ein guter Teil der dreckigen Energie wird nicht mal benötigt. Deutschland exportiert inzwischen zehn Prozent seines Stroms und damit mehr als jedes andere EU-Land. So verstopft der starre Sockel an Kohlestrom auch die Stromnetze und behindert die Energiewende. Die Klimaerhitzung hat bereits jetzt gravierende Auswirkungen in den Ländern des globalen Süden und führt dort zu Hunger, Flucht und Tod.

Kohle: Schlecht fürs Klima & die Gesundheit

In der Bevölkerung ist die Kohle unbeliebt. Umfragen zufolge will kaum eine*r mehr neben einem solchen Kraftwerk wohnen. Das liegt nicht zuletzt an den gesundheitsschädlichen Emissionen von Feinstaub bis Quecksilber, die aus den Schloten gepustet werden. Diese Schadstoffe verursachen allein in Deutschland jedes Jahr 4.350 vorzeitige Todesfälle und rund 12 Milliarden Euro an Gesundheitskosten etwa für die Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Deutschland muss die Treibhausgas-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts gen Null bringen. Erreicht werden kann das nur wenn sofort aus der Kohleverbrennung ausgestiegen wird. Eine nachhaltige, dezentrale, bürger*innengetragene Energieversorgung ist möglich und umsetzbar.

Wir können nicht mehr länger auf die Bundesregierung warten, die die Klimaziele immer wieder herabsetzt und keinen Mut hat eines der schwierigsten Probleme unserer Zeit anzugehen. Jetzt ist es an der Zeit das wir selber die Dinge in die Hand nehmen: